Q1 2026: Angespannte Mieten und nach unten gerichtete Verkaufspreise

Im ersten Quartal 2026 bestätigt der luxemburgische Immobilienmarkt nach dem Anfang 2025 verzeichneten Aufschwung eine Verlangsamungsphase in dem seit 2024 begonnenen Übergang. Die Verkaufspreise setzen ihre Anpassung fort, mit einem leicht rückläufigen Trend, der die im Vorquartal begonnene Dynamik bestätigt.
Diese Entwicklung zeigt sich in einer allmählichen Rückkehr zu den Niveaus, die ein Jahr zuvor beobachtet worden waren. Alte Häuser fallen wieder unter die Marke von 6.000 €/m², während alte Wohnungen nach einem Jahr mit höheren Niveaus wieder unter 8.000 €/m² fallen. Diese Entwicklung bestätigt zwar einen Rückgang, bleibt aber maßvoll und gleicht eher einer Anpassung aufgrund des geringeren Transaktionsvolumens.
Das Segment der Neubauten scheint am direktesten betroffen zu sein. Nach einem Höchststand zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2025 sinken die Preise für Neubauwohnungen weiter und bleiben unter 10.000 €/m². Dieser Trend ist vor dem Hintergrund einer Verlangsamung des Bausektors und einer schwierigeren Vermarktung von Bauprojekten zu sehen.
Parallel dazu zeichnet sich der Mietmarkt durch eine hohe Stabilität aus. Nach dem Anfang 2025 beobachteten Anstieg bewegen sich die Mieten nun von Quartal zu Quartal nur noch sehr leicht, insbesondere bei Wohnungen, deren Niveau weiterhin hoch ist. Dies spiegelt die anhaltend starke Nachfrage wider, insbesondere in den attraktivsten Gebieten, und trägt dazu bei, den Preisdruck aufrechtzuerhalten.
Schließlich bestätigen die beobachteten Entwicklungen die Bedeutung der lokalen Besonderheiten bei der Preisbildung. Auch wenn einige Regionen stärkere Schwankungen verzeichnen, bleibt die Mehrheit der Bewegungen gedämpft und spiegelt eher allmähliche Anpassungen als einen einheitlichen landesweiten Trend wider. Vor diesem Hintergrund setzt der luxemburgische Immobilienmarkt seinen Wandel fort, wobei sich die Gleichgewichte zwischen den einzelnen Segmenten und geografischen Gebieten allmählich neu definieren.
Verkauf: Verkaufspreise leicht rückläufig
Entwicklung der gemeldeten Verkaufspreise pro Quadratmeter nach Quartal
Nach dem Anfang 2025 beobachteten Aufschwung setzen die Verkaufspreise ihre Anpassung fort. Alte Häuser fallen wieder unter die Marke von 6.000 €/m² (-3,3 % im Vergleich zum Vorquartal), während alte Wohnungen erneut unter 8.000 €/m² fallen (-1,4 %). Das Segment der Neubauten bleibt stärker betroffen und verzeichnet einen stärkeren Rückgang (-3,3 %). Diese Entwicklungen spiegeln eine allmähliche Rückkehr zu den Niveaus wider, die ein Jahr zuvor beobachtet worden waren.

Entwicklung der inserierten Verkaufspreise pro Quadratmeter nach Regionen : unterschiedliche Dynamiken in den einzelnen Regionen
Die Verkaufspreise entwickeln sich je nach Region uneinheitlich, wobei die Schwankungen im Großen und Ganzen eingedämmt sind. Während einige Gebiete stärkere Rückgänge verzeichnen, insbesondere im Norden (bis zu -8,5 % für Häuser), verzeichnen andere noch punktuelle Anstiege, wie im Osten für Altbauwohnungen. Insgesamt bleiben die Unterschiede moderat und spiegeln eher lokale Anpassungen als eine allgemeine Bewegung wider.

Vermietung : ein stabiler, aber weiterhin angespannter Mietwohnungsmarkt
Entwicklung der inserierten Mieten pro Quartal
Nach dem Anstieg Anfang 2025 markieren die Mieten eine Phase der Stabilisierung. Wohnungen verzeichneten im Quartal praktisch keine Veränderung (+0,3 %), was den seit mehreren Monaten sehr linearen Trend bestätigt. Bei den Häusern ist ein leichter Rückgang zu beobachten (-2,2 % im Vergleich zum Vorquartal), ohne jedoch das seit mehreren Quartalen beobachtete Preisniveau in Frage zu stellen. Der Mietwohnungsmarkt erreicht somit ein Plateau, das von einer anhaltend starken Nachfrage getragen wird.

Entwicklung der inserierten Mieten nach Regionen : die Attraktivität der Regionen prägt die Mietpreisentwicklung
Die Mietpreisniveaus entwickeln sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich, was auf die Attraktivität der Regionen und die Angebotsstruktur zurückzuführen ist. In der Region Centre konzentriert sich ein Großteil der Nachfrage, was sich in einem deutlichen Anstieg der Wohnungsmieten niederschlägt (+6,2 1Q3T). In den anderen Regionen bleiben die Veränderungen maßvoller, mit einigen Anpassungen nach unten, insbesondere bei Häusern (bis zu -10,4 % im Süden). Diese Unterschiede verdeutlichen einen Markt, auf dem die lokale Logik Vorrang vor einem einheitlichen nationalen Trend hat.

Worte von Experten


Geschrieben von
atHome.lu
Geschrieben am
02. April 2026