Steinfort: Wichtige Entwicklungen an der Grenze

Die Gemeinde Steinfort befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. In dieser dynamischen und attraktiven Grenzgemeinde entstehen zahlreiche Immobilienprojekte.
Die Gemeinde Steinfort, die an der belgischen Grenze liegt und direkt an Arlon angrenzt, das sich im Westen erstreckt, hat große Ambitionen. "Unsere Gemeinde besteht aus vier Einheiten, darunter Steinfort, Hagen, Kleinbettingen und Grass, und wir wachsen schnell. Wir haben die Grenze von 5.000 Einwohnern überschritten, und das wird sich in den nächsten Jahren angesichts der zahlreichen laufenden und geplanten Immobilienprojekte noch verstärken", fasst Bürgermeister Jean-Marie Wirth zusammen.

Steinfort profitiert von einer unberührten natürlichen Umgebung, ist mit dem FairTrade-Siegel ausgezeichnet und zieht neue Einwohner wegen der Lebensqualität an, die es ihnen bieten kann. Man lebt hier auf dem Land und kann dennoch alle Annehmlichkeiten der Stadt nutzen. Unsere Lage ist ideal, da wir uns in unmittelbarer Nähe der Hauptverkehrsachsen befinden", erklärt der Bürgermeister. Über die Autobahn erreicht man die Stadt Luxemburg in nur 20 Minuten, außerhalb der Hauptverkehrszeiten, versteht sich. Der Norden und der Süden des Landes sind über Mersch und Dippach ebenfalls leicht zu erreichen. Für diejenigen, die den Zug bevorzugen, ist der Bahnhof von Kleinbettingen ein beliebter Punkt sowohl für Luxemburger als auch für Belgier. Hinzu kommt noch die Buslinie 222, die Steinfort den ganzen Tag über in einem sehr regelmäßigen Rhythmus mit Luxemburg-Stadt und Kirchberg verbindet."
Hunderte neue Wohnungen in den Kartons
Im Bereich des Wohnungsbaus ist die Baumaschine in Gang gekommen und wird nicht mehr stillstehen, da sehr große Projekte auf dem Plan stehen. Den Anfang macht das Aischzenter-Projekt an der Route de Luxembourg. "Hier sollen im Herzen des Dorfes Steinfort etwa 400 Wohnungen gebaut werden, darunter 29 Wohngebäude und/oder Gebäude mit gemischter Nutzung (Geschäfte, Büros) sowie Einfamilienhäuser", erklärt Jean-Marie Wirth. In der Rue de Kleinbettingen wird das Projekt "Op Eechelter" mit rund 200 Wohneinheiten aus dem Boden gestampft.
In Hagen übernahm die Gemeinde die Führung bei der Entwicklung eines besonderen Bebauungsplans (PAP), dem sogenannten "Kräizheck". Er betrifft eine Struktur mit etwa 50 Wohnungen in der Nähe des Friedhofs. Auf dem Gelände des ehemaligen Campingplatzes sollen in den kommenden Jahren etwa 250 Wohnungen entstehen. "Neben diesen großen PAPs gibt es noch weitere, kleinere. Unser Wunsch ist es in jedem Fall, einen hohen Prozentsatz an Sozialwohnungen zu gewährleisten. Einige davon wurden übrigens erst kürzlich eingeweiht. Wir achten auch auf die Zukunft unserer jungen Leute. Wir haben ein Wohnprojekt, das ganz auf sie zugeschnitten ist. Sie werden die Möglichkeit haben, ein Haus zu einem niedrigen Preis auf der Grundlage eines 99-jährigen Erbpachtvertrags zu genießen."
Wie hoch sind die Immobilienpreise derzeit?
Ein neues Gewerbegebiet
In wirtschaftlicher Hinsicht zieht die Gemeinde Steinfort zahlreiche KMU an, die auf der Suche nach einem privilegierten Standort sind. "Steinfort ist der erste Standort des Syndikats "Zone d'Activités économiques à caractère régional dans la Région de l'Ouest du Pays" (ZARO), das von den Gemeinden Garnich, Hobscheid, Kehlen, Koerich, Mamer und Steinfort gegründet wurde. Wir haben in Graas entlang der Autobahn ein Gewerbegebiet mit einer Gesamtfläche von 28 Hektar geschaffen, von denen 17,3 Hektar den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, die sich dort ansiedeln möchten." In diesem Gewerbegebiet wird ein in Luxemburg noch nie dagewesenes Projekt verwirklicht. Es handelt sich um die Einrichtung eines Parkhauses mit einer Gesamtkapazität von 300 Plätzen. Jean-Marie Wirth fügt hinzu: "Wenn Mobilität ein nationales Problem ist, wollten wir unseren Teil dazu beitragen. Jeder weiß, dass dezentral gelegene Gewerbegebiete alle mit einem Parkplatzproblem konfrontiert sind. Wir haben bei diesem Projekt, das andere auf Ideen bringen könnte, die Unterstützung des Wirtschaftsministeriums erhalten. Für uns besteht das Ziel darin, den im Zoning angesiedelten Unternehmen Plätze zur Verfügung zu stellen, entweder in Form von Kauf oder Miete. Es wird aber auch Plätze für Pendler geben, mit Shuttle-Bussen zum Bahnhof Kleinbettingen, der etwa 2 Kilometer entfernt liegt. Für diejenigen, die die Strecke mit dem Fahrrad zurücklegen möchten, wird eine mBox eingerichtet."
Ein eklektisches soziales und kulturelles Angebot
Steinfort gilt als das Tor zum wunderschönen Eischtal, das es den Besuchern ermöglicht, den Charme und die Ruhe der majestätischen Wälder zu entdecken.
Die Gemeinde verfügt derzeit über ein lokales Einzelhandelsangebot, und die laufenden Entwicklungsprojekte werden es dem Handel ermöglichen, sich weiterzuentwickeln. Zu den wichtigsten Infrastrukturen gehören das Sport- und Freizeitzentrum "Roudemer" mit seiner Wasserfläche, das Hallenbad und der Kulturkomplex Al Schmelz. Im Sportbereich soll das gesamte Angebot an einem einzigen Standort "A Backent" zusammengefasst werden. Dieses Projekt, das im hinteren Teil des Aischzenter-Areals entstehen soll, wird ein neues regionales Schwimmbad, ein Fußballstadion, Tennis- und Beachvolleyballplätze usw. vereinen.
Steinfort verfügt auch über sein interkommunales Krankenhaus, das heute auf geriatrische Rehabilitation spezialisiert ist, mit einem Pflegeheim, einer Tagesstätte und einer Tagesklinik. Ein Vorprojekt ist auf dem Weg, um die Einrichtung moderner und größer zu machen. Zu all diesen Anziehungspunkten kommt noch ein reiches und vielfältiges kulturelles Angebot rund um das Programm Schmelz Kultur hinzu, das eine große Vielfalt an Veranstaltungen vereint: Theater, Kabarett, Gesang, Konzerte, Lesungen,... Der "Owesmart", der "Dag um Weier" und der Weihnachtsmarkt sind Aktivitäten in der Gemeinde Steinfort, die jedes Jahr Tausende von Menschen anziehen... Damit ist die Bevölkerung das ganze Jahr über mit einer ganzen Palette von Veranstaltungen beschäftigt.
Artikel veröffentlicht in atHome Magazine- April 2017
Geschrieben von
Fanny Pimentel
Geschrieben am
12. Oktober 2017