Für einen heißen Sommer

Seit der Hitzewelle zu Beginn des Jahrhunderts hat sich die Klimaanlage in unseren Breitengraden durchgesetzt. Denn auch wenn der Stromverbrauch teuer sein kann, ist der Komfort, den sie bei (zu) heißem Wetter bietet, unbestreitbar. Allerdings muss man die richtige Wahl treffen...
Der Sommer 2003 ist allen noch in Erinnerung, mit einer langen und besonders schweren Hitzeperiode. Bis dahin waren in unseren Breitengraden Klimaanlagen in Privathaushalten nur selten vorgesehen, während sie in anderen Breitengraden völlig alltäglich sind - es gibt sie seit 1930. Der Hitzesommer 2003 und die zunehmende globale Erwärmung haben seither die Verkaufszahlen von Klimaanlagen in die Höhe schnellen lassen. Und viele neue Häuser und Mehrfamilienhäuser werden heute mit einer "Klimaanlage" geplant. Die in der warmen Jahreszeit einen unbestreitbaren Komfort bietet. Diese fast flächendeckende Verbreitung und das breite Angebot haben auch dazu geführt, dass die Preise gefallen sind und Klimaanlagen somit für jeden Geldbeutel erschwinglich geworden sind. Die Bandbreite der angebotenen Systeme reicht von einfach bis hochmodern, so dass es manchmal schwierig ist, den Überblick zu behalten. Ein Überblick und praktische Tipps. Diese ersetzen jedoch keinesfalls die absolut notwendige Beratung durch einen Fachmann. Nur ein "Profi" kann Ihnen die beste Lösung unter Berücksichtigung all Ihrer persönlichen Parameter empfehlen. Und, last but not least, der Kundendienst.
Doch zunächst ein kurzer Rückblick. Das eigentliche Funktionsprinzip einer Klimaanlage ist sehr einfach. Es ist nichts anderes als das unseres unumgänglichen und treuen Kühlschranks, der das kühl hält, was sich darin befindet, in diesem Fall also den Wohnraum, der gekühlt werden soll. Wie der Kühlschrank tut auch eine Klimaanlage nichts anderes, als kalte Luft zu produzieren und warme Luft abzugeben, indem sie die Raumluft in einen Staubsauger saugt, wo sie gekühlt und gefiltert wird, bevor sie von einem Ventilator wieder eingeblasen wird, während die Wärme nach außen geleitet wird.
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Der Mechanismus könnte nicht einfacher sein, die Wahl des richtigen Systems ist es jedoch nicht. Es gibt zwei Arten von Klimaanlagen, und es gibt viele Parameter, die sorgfältig berücksichtigt werden müssen, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann. Dazu gehören natürlich die Isolierung des Gebäudes und seine Lage, die Anzahl der Fenster, die Größe und Menge der zu kühlenden Räume und die Art der Nutzung der Anlage. Die Wahl des Geräts hängt davon ab, ob es intensiv, mäßig oder nur gelegentlich genutzt wird. Bei fest installierten Systemen kommen noch die Kosten für die Installation und die jährliche Wartung hinzu.
Und zwei wesentliche Dinge sind vor allem zu beachten. Erstens wird allgemein davon ausgegangen, dass für die Klimatisierung eines Wohnraums 100 Watt pro m2 und für ein Schlafzimmer 80 Watt/m2 erforderlich sind. Die Auswirkungen des Stromverbrauchs sind daher neben der Energieklasse des Geräts ein weiterer Faktor bei der Berechnung. Zweitens sollte das Potenzial von Klimaanlagen nicht überstrapaziert werden, da sonst gesundheitliche Probleme (Erkältung, Kopfschmerzen usw.) drohen. Eine Klimaanlage kann die Raumtemperatur um 6° bis 8° Celsius senken. Ein Unterschied von 7° zwischen Außen- und Innentemperatur ist jedoch das Maximum, gerade um gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Die meisten Hersteller und Installateure raten übrigens dazu, die Raumtemperatur nicht unter 18° zu senken.
Und, es ist eine Selbstverständlichkeit, aber jede Selbstverständlichkeit verdient es oft, in Erinnerung gerufen zu werden: Nichts darf die Klimaanlage blockieren, die auch nicht auf sogenannte "Parkbereiche" wie Sessel, Tisch, Bett usw. gerichtet werden kann.
Was sind die beiden oben genannten großen Systeme?
Monoblock-Klimaanlage
Das ist das B-A-BA der Klimaanlage, das einfachste und billigste System. Aber auch das grundlegendste und daher manchmal völlig ungeeignet. Es zeichnet sich durch den flexiblen Schlauch aus, der die warme Luft aus einer halb geöffneten Tür oder einem halb geöffneten Fenster abzieht und den Sie zweifellos schon einmal beobachtet haben.
Diese Monoblock-Klimaanlage ist nur für einen einzigen Raum geeignet, der nicht größer als 30 m2 sein darf. Es ist also eine punktuelle Lösung und hat meist Rollen, damit Sie es je nach Bedarf in verschiedenen Räumen einsetzen können. Allerdings ist er in der Regel recht laut. Und er verbraucht viel, sehr viel Energie.
Viele Modelle sind mit selbstreinigenden Filtern ausgestattet. Ein wichtiger Punkt, den Sie beim Kauf beachten sollten, denn die Filter müssen regelmäßig gereinigt werden - sonst können Bakterien in die Raumluft gelangen -, ebenso wie der Ventilator.
Einige sind umkehrbar und können daher im Winter als Zusatzheizung verwendet werden.
Split"-Klimaanlage
Diese Klimaanlage zeichnet sich dadurch aus, dass sie aus mindestens zwei Geräten besteht (wenn es mehr sind, spricht man von einer Multisplit-Klimaanlage). Eine ist im Innenraum installiert, wo sie kalte Luft abgibt, die andere außen, wo sie warme Luft ausstößt, und sie sind durch Rohre verbunden, in denen Kältemittel zirkulieren.
Der Außenbereich ist der lauteste Teil der Anlage, was im Vergleich zum Lärmpegel in dem/den Raum/en ein konsequenter Vorteil ist.
Das Split-System ist viel leistungsstärker (bis zu 4.500 Watt) als das Monoblock-System und kann Räume bis zu 40 m2 klimatisieren.
Auch hier bieten Hersteller Rollen für das Innengerät an, sodass es von einem Raum zum anderen bewegt werden kann, wobei die Schläuche, die es mit dem System draußen verbinden, dann flexibel und nicht mehr starr sind.
Sobald eine Split-Klimaanlage mehr als ein Gerät im Inneren hat (es gibt immer nur ein Gerät im Freien), wird sie zwangsläufig fest installiert und die Auslässe werden fast immer an einer Wand in der Höhe angebracht, was Platz spart. Und ein klarer Vorteil gegenüber dem Monoblock und dem mobilen "Split". Neben der Lärmreduzierung und der Klimatisierung mehrerer Räume ist das Splitgerät auch ästhetisch ansprechender - oder weniger unansehnlich ... - und leistungsfähiger. Sie ist aber auch dementsprechend viel teurer. Schon allein deshalb, weil der Einbau von einem Installateur vorgenommen werden muss und eine jährliche Wartung vorgeschrieben ist.
Mehrere Hersteller bieten darüber hinaus einen umkehrbaren "Split" an, der es ermöglicht, die Heizung im Winter als Heizung zu verwenden. Mit einer wesentlich effizienteren Funktionsweise als der umkehrbare Monoblock. Denn hier gibt der Mechanismus etwa dreimal so viel Energie ab, wie er verbraucht. Dies könnte, je nach Nutzung im Sommer, die zusätzlichen Kosten für den Stromverbrauch während der Sommermonate senken.
Geschrieben von
Fanny Pimentel
Geschrieben am
14 September 2012